| Naturnachtgebiet Eisenwurzen | naturnacht.eisenwurzen.com Das Naturnachtgebiet Eisenwurzen ist ein gemeinschaftlich getragenes Projekt in einem der größten, zusammenhängenden Schutzräume Österreichs – und das viertgrößte Dark Sky Reserve Europas. Über 2.400 km² hinweg vereint das Gebiet die Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, sechs Schutzgebiete und 20 Gemeinden, um Lichtverschmutzung zu reduzieren und den natürlichen Nachthimmel sowie Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanzenwelt zu bewahren. Was ist Lichtverschmutzung? Lichtverschmutzung entsteht, wenn künstliche Lichtquellen – wie Straßenbeleuchtung, Industrieleuchten, Werbestrahler oder LED-Lampen – ihren eigentlichen Zweck, nämlich Sicherheit durch gezielte Beleuchtung, verfehlen. Statt nur dort zu leuchten, wo es notwendig ist, strahlen sie oft zu hell, in alle Richtungen und besonders nach oben ab. Dadurch wird der Nachthimmel unnötig aufgehellt, der natürliche Rhythmus von Mensch und Tier gestört und der wertvolle Schutzraum der Nacht verdrängt. Die Folgen reichen von der Beeinträchtigung des Sternenhimmels bis hin zu negativen Auswirkungen auf Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. 70% aller Säugetiere sind nachtaktiv, für sie ist die Nacht ihr natürlicher Lebensraum und es gibt nur noch begrenzte Wildtierkorridore. Fakten zum Gebiet - 2.396,38 km² Gesamtfläche (5x so groß wie Wien) - 975,67 km² Kernzone - 3 Bundesländer (OÖ, NÖ, STMK) - 6 Schutzgebiete (Nationalpark Kalkalpen und Gesäuse, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal sowie die Naturparke Steirische Eisenwurzen, Niederösterreichische Eisenwurzen und Ötscher-Tormäuer) - 20 aktive Gemeinden im Naturnachtgebiet Eisenwurzen: Admont, Altenmarkt bei St. Gallen, Annaberg, Gaming, Großraming, Hollenstein, Klaus, Landl, Lunz, Mitterbach, Molln, Puchenstuben, Reichraming, Roßleithen, St. Anton, St. Gallen, St. Pankraz, Weyer, Wildalpen, Windischgarsten. - Zertifiziert als Dark Sky Reserve über Dark Sky International im März 2026 Verantwortungsvolle Nutzung: Das Naturnachtgebiet ist für Besucherinnen und Besucher bei kostenlosem Eintritt geöffnet. Saisonale Veranstaltungen und geführte Programme – darunter Astrofotografie-Workshops, „Kino & Sterne“-Abende, die „Geräusche der Dunkelheit“- Nachterlebnisse und eine besondere Sternschnuppen Fahrt – bieten die Möglichkeit, die nächtliche Artenvielfalt der Region und ihren sternenklaren Himmel unter Einhaltung der Lichtschutzbestimmungen zu erleben. |
| Energiespargemeinde | Die Schaffung des Nationalparks im Hintergebirge stand in unserer Gemeinde von Anfang an in einer sehr engen Beziehung mit Energiesparen und dem Einsatz von erneuerbarer Energien. Deshalb fasste der Gemeinderat am 31. Jänner 1986 den Beschluss, unsere Gemeinde mit folgenden Zielsetzungen zur "Energiespargemeinde" zu erklären: - Die Energiekosten im Verwaltungsbereich der Gemeinde durch Wärmedämmung und Energieoptimierung verstärkt zu senken.
- Den Einsatz von "erneuerbaren Energien" (Biomasse, Sonnenenergie und dgl.) zu fördern
- Die regionale Wertschöpfung (Energie aus der Region) zu erhöhen und gleichzeitig die Luft- und Umweltqualität im Ort zu verbessern.
Seither wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Das Projekt "Energiemanagement" ist ein langfristiges Energieprojekt zum Ressourcencontrolling und zur Reduzierung des Energieverbrauches im Bereich der öffentlichen Gebäude. Der Aufbau einer PC-vernetzten Regelung der Heizung in allen öffentlichen Gebäuden ist erfolgt. Alle öffentlichen Gebäude sind an das Fernwärmenetz der Bäuerlichen Heizgenossenschaft angeschlossen. Die Einsparung von Energiekosten konnte durch Wärmedämmung und Energieoptimierung in allen öffentlichen Gebäuden erreicht werden. Weiters wurde die Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente LED- und Induktionsleuchten umgestellt. Der Stromverbrauch konnte um über 60 % reduziert und damit die Energiekosten massiv gesenkt werden. Zudem haben sich die Instandhaltungskosten deutlich verringert. Die CO2-Bilanz hat sich deutlich verbessert Informationen zum Thema gibt's beim Energiesparverband OÖ. |
| Fairtrade-Gemeinde | Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 25. Februar 2015 das Bekenntnis zu Fairtrade einstimmig beschlossen und möchte damit einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern und einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten. In Oberösterreich gibt es 60 Fairtrade-Gemeinden, 200 österreichweit. (Stand: Mai 2019) Fairtrade-Gemeinden handeln nach dem Motto "global denken, lokal handeln". Sie setzen auf fair gehandelte Produkte und informieren die Gemeindebevölkerung über den fairen Handel. Damit leistet das internationale Netzwerk von Fairtrade-Gemeinden einen unverzichtbaren Beitrag zur weltweiten Armutsbekämpfung. Zahlreiche Bäuerinnen und Bauern in Afrika, Asien und Lateinamerika blicken durch den fairen Handel in eine stabilere Zukunft. Das Land Oberösterreich unterstützt das Projekt "Fairtrade-Gemeinde". Bei den Menschen soll ein Bewusstsein für Entwicklungszusammenarbeit und Fairen Handel verankert werden. MitarbeiterInnen des Weltladen-Teams und des Arbeitskreises Gesunde Gemeinde arbeiten gemeinsam an den Zielen des fairen Handels: - Den fairen Handel auf lokaler Ebene verankern - Fairtrade-Produkte sollen in lokalen Geschäften und Gastronomiebetrieben angeboten und auch in Betrieben, Vereinen usw. verwendet werden - Die Gemeinde verwendet Fairtrade-Produkte (Kaffee, Tee, ...) - Aktive Bewusstseinsbildung Weitere Infos: www.fairtrade.at Produkte gibt es im Eine-Welt-Laden Großraming, Bauernladen d´Speis, Nah & Frisch Mandl, ADEG Garstenauer |